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Solidarität lernen

"Solidarität lernen?" Informelle (und politische) Bildungsprozesse im Kontext der aktuellen Fluchtbewegungen

Annette Sprung, Brigitte Kukovetz, Rüdiger Tinauer

Im Sommer 2015 stieg die Zahl der nach Österreich geflüchteten Menschen stark an. Die Zivilgesellschaft reagierte darauf, auch auf Grund der lange Zeit fehlenden oder mangelhaften staatlich organisierten Unterstützung, mit großer Hilfsbereitschaft. Diese reichte etwa von einer Notversorgung an Grenzen u. Bahnhöfen, über ersten Deutschunterricht und Bereitstellung von privatem Wohnraum bis hin zu politischen und kulturellen Aktivitäten mit dem Ziel, die Versorgung zu verbessern und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Zugleich haben sich die politischen Rahmenbedingungen sowie der öffentliche Diskurs verändert und sind geprägt von gesetzlichen Verschärfungen, negativen Medienberichten sowie Protesten, etwa gegen die Eröffnung von Unterkünften für Asylwerbende. Solidarisches Handeln mit geflüchteten Menschen scheint auf dem Prüfstand zu stehen.

In einer explorativ angelegten Studie wird mittels qualitativer Interviews analysiert, wodurch solidarisches Handeln gegenüber geflüchteten Menschen angestoßen wird, welche biografischen Einflüsse die Akteur*innen prägen, aber insbesondere auch, welche strukturellen und politischen Bedingungen auf die Gestaltung von Solidarität in der aufnehmenden Gesellschaft wirken. Im Zentrum stehen Fragen nach den Lern- und Bildungsprozessen, die in diesem Kontext stattfinden. ​

Wie können öffentliche Meinungsbilder und polarisierende Spannungen rund um migrationsgesellschaftliche Fragen (wie z.B. Differenzsetzungen zwischen „Wir" vs. die „Anderen"; „Gutmenschen" vs. „Rassistinnen/Rassisten") überwunden und Lösungen im Sinne einer solidarisch und gemeinschaftlich denkenden und handelnden Gesellschaft geschaffen werden? Diese Fragen sollen am Beispiel freiwilligen Engagements im Feld Flucht und Asyl erforscht werden.

Fokus der Studie sind subjektive Lern- und Bildungsprozesse Freiwilliger, die gesellschaftspolitischen Einflussfaktoren auf das Engagement sowie dessen Funktionen im sozial- und wohlfahrtsstaatlichen Gefüge. Die Erkenntnisse der Forschung werden auf ihre praktischen Konsequenzen für die politische Erwachsenenbildung bzw. die Unterstützung freiwilligen Engagements hin reflektiert. In Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren im Integrationsbereich ist ein Transfer von konkreten Maßnahmen geplant.

Der empirische Projektteil ist qualitativ ausgerichtet und umfasst Interviews, Gruppendiskussionen sowie die Analyse ausgewählter Materials aus Social Media.

Auf theoretischer Ebene erfolgen die Klärung und die Weiterentwicklung von Solidaritätskonzeptionen.

Laufzeit: 1.3.2018-31.12.2019

Partnerorganisationen:

·        Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Arbeitsbereich Erwachsenen- und Weiterbildung,  Karl-Franzens-Universität Graz

·         Institut für Philosophie, Arbeitsbereich Politische Philosophie, Karl-Franzens-Universität Graz

·         Fachhochschule JOANNEUM GmbH, Institut für Soziale Arbeit

·         Integrationsreferat der Stadt Graz

·         Volkshilfe Steiermark

Gefördert vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 8 – Gesundheit, Pflege und Wissenschaft, und von der Stadt Graz, Abteilung für Bildung und Integration.

 

Kontakt

Adresse
Merangasse 70/II A-8010 Graz
Univ.-Prof.in Dr.in Elke Gruber Arbeitsbereichsleiterin Telefon:+43 (0)316 380 - 2601

Sprechstunden Termine:
ersichtlich auf der Visitenkarte im UGonline

Bitte vorab anmelden: petra.welles@uni-graz.at

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