Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit wirft grundlegende Fragen nach Chancengerechtigkeit, Diskriminierung und ethischer Verantwortung auf. In diesem Science Talk beleuchteten wir die Herausforderungen und Chancen, die mit diesem Übergang verbunden sind.
KI-Systeme wie ChatGPT haben binnen weniger Jahre hunderte Millionen Nutzer:innen erreicht und sind zu wichtigen Werkzeugen für Schreibarbeit, Entscheidungsunterstützung und Wissensarbeit geworden. Ausgehend von aktuellen Forschungsergebnissen diskutieren wir die Frage nach Grenzen und Potenzialen der KI-Nutzung aus geschlechter- und diversitätsreflektierender Perspektive. Dies ist von besonderer Bedeutung, da KI-Systeme und KI-Lösungen nicht neutral sind, sondern gesellschaftliche Machtverhältnisse und Diskriminierungsstrukturen reproduzieren können.
Nach einer Begrüßung durch Vizedekan Univ.-Prof. Dr. Markus Tilp gab es einen Vortrag von Sabine Klinger, Susanne Sackl-Sharif (Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft) und Christian Steiner (Digital Humanities Craft) "Zur ambivalenten Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit aus einer geschlechter- und diversitätsreflektierenden Perspektive." Anschließend fand einer Podiumsdiskussion unter dem Titel “Praxisorientierte und ethische Überlegungen zur chancengerechten KI-Nutzung.” statt. Elke Maurer (Jugend am Werk Steiermark GmbH), Christian Steiner (Digital Humanities Craft) und Heidi Scheichenbauer (Research Institute – Digital Human Rights Center) diskutierten unter der Moderation von Harald Koberg (Kompetenzstelle Digitale Gesellschaft des Landes Steiermark) über konkrete Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit KI-Technologien in ihrer täglichen Praxis. Im Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft loteten wir gemeinsam aus, wie der Einsatz von KI in der Sozialen Arbeit zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen kann und welche ethischen Aspekte dabei berücksichtig werden sollten.