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Arbeitsbereich Empirische Lernweltforschung und Hochschuldidaktik

Der theoretische und auch der praktische Zugriff auf die Themen Entwicklung, Lernen und Bildung schränkt sich mit der gängigen universitären Aufteilung pädagogischer Aufgabenfelder (in z. B. Weiterbildung, Sozialpädagogik etc.) zu stark auf nicht zu trennende Lebenswelten und -phasen ein. Anstelle dieser funktionalen Trennungen wird im Arbeitsbereich ein Lernweltkonzept verwendet, das einerseits auf „Strukturen der Lebenswelt“ (auf einem Set vorbewusster Orientierungsstrukturen) basiert, andererseits aber den Prozess der konkreten individuellen Aneignung der Subjekte in sozialen Situationen als spezifische Lernwelt betont. 
Lernwelten werden dabei in einer doppelten Bedeutung sichtbar: Sie sind zugleich Rahmen und Rahmungen, in denen Erfahrungen, im Rückgriff auf ein System von Regeln durch subjektive Bedeutungszuweisungen konstruiert und bewertet werden, und in denen auch das „Aneignungssystem“ selbst, sowie der Prozess der Erfahrungsaufschichtung selbst analysierbar werden.
Die im biographietheoretischen Kontext angelegte Forschungsperspektive orientiert sich an interpretativ-rekonstruktiven Methoden empirischer Sozialforschung unter Rückgriff auf qualitative und quantitative Daten. Bei dem hier zugrunde gelegten Forschungsverständnis stehen das Subjekt und seine Interpretationsleistungen in Auseinandersetzung mit sozialen Wirklichkeiten im Zentrum.

Ziel des Arbeitsbereiches Empirische Lernweltforschung und Hochschuldidaktik ist es, theoretisch fundierte Vorschläge zur Weiterentwicklung von Lehr- und Lernstrukturen zu entwerfen. Es geht dementsprechend sowohl um die Analyse der sozialen und individuellen Hintergrundkonstruktionen von Lehr- und Lernprozessen, als auch um den konkreten bildungspraktischen Nutzen. Der Begriff „Lernweltforschung“ verweist auf das Spannungsverhältnis pädagogischer Bezüge zu ihren normativen Fundierungen im sozialen Raum. Die durchgeführten Forschungsarbeiten sind dabei sowohl strukturell-statistisch als auch in einem biografietheoretischen Kontext angelegt und orientieren sich an Mixed-MethodsDesigns empirischer Sozialforschung.

Die Forschungsprojekte zur „Lernweltforschung“ gruppieren sich um die Vorstellung, dass aus den heutigen politischen, ökonomischen, kulturellen, gesellschaftlichen und ökologischen Krisen nur lernend ein Ausweg gefunden werden kann. Dabei spielen die Verknüpfungen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen von Lern- und Bildungsprozessen eine tragende Rolle.
Im Bereich des Schwerpunktes „Hochschuldidaktik“ werden deren Erforschung und Weiterentwicklung als institutionalisierte Disziplin und im Sinne anwendungsbezogener Servicemaßnahmen in den Mittelpunkt der Aktivitäten gestellt. Dadurch werden die Professionalisierungsprozesse des akademischen Lehrens und Lernens aus bildungswissenschaftlicher Sicht unterstützt.

 

 

 

 

Arbeitsbereichsleitung

Rudolf Egger

Univ.-Prof. Dr.
Telefon:+43 (0)316 380 - 2604

Anneliese Pirs (Office)

Telefon:+43 (0)316 380 - 2541

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