Frauenbilder: Mediale Vermittlungspraktiken in Adressierungen und Inszenierungen von Weiblichkeit in verschiedenen Lebensbereichen durch die extreme Rechte im Wandel der Zeit (1930er/1940er und 2010er/2020er) (FraMe)
Vor dem Hintergrund einer weltweit erstarkenden extremen Rechten und dem Bedeutungsgewinn digitaler Räume als Resonanzraum für ihre Politiken, widmet sich das Projekt [FraMe] den medialen Vermittlungs- und Adressierungspraktiken extrem rechter Akteur*innen. Weiblich gelesene Produzentinnen und Rezipientinnen von extrem rechten politischen Inhalten werden oft immer noch als ‚Ausnahme‘, ‚Widerspruch‘ oder instrumentalisierte Opfer geframed. Wir wollen die Identitäts- und Subjektivierungsangebote, die die extreme Rechte (jungen) Frauen mithilfe bestimmter Vermittlungs- und Adressierungspraktiken macht, als potenzielle Momente der Ermächtigung und Eröffnung von Handlungsspielraum für Rezipientinnen ernst nehmen.
Anhand von verschiedenen Materialarten und Datentypen, wie z. B. Plakaten, Radiobeiträgen sowie (audio-)visuellen und textbasierten Social-Media-Posts, möchte [FraMe] erstens länderübergreifend nachzeichnen, dass die den skizzierten Phänomenen inhärente Adressierung von Frauen durch die ‚Neue Rechte‘ einer spezifischen Logik folgt, die nicht nur an aktuelle Mainstream-Phänomene, sondern z. B. durch die Verwendung ‚visueller Zitate‘ nahezu nahtlos an die ‚Alte Rechte‘ anknüpft. Tiefgreifender soll zweitens verdeutlicht werden, dass den Adressierungen – egal in welchem Format und zu welcher Zeit – bestimmte Vermittlungspraktiken inhärent sind. Die Erkenntnisse können und sollen auch verschiedenen pädagogischen Handlungsfeldern dringend notwendige Impulse für den Umgang mit diesen Adressierungs- und Vermittlungspraktiken liefern.
Ringvorlesung: Rechte Politiken des Weiblichen
Transdisziplinäre Perspektiven auf die Inszenierungs- und Vermittlungspraktiken von Weiblichkeit in aktuellen und historischen Strömungen der extremen Rechten
Die Ringvorlesung wird im Rahmen des Forschungsprojektes [FraMe] durchgeführt und bündelt die Perspektiven verschiedener Disziplinen auf die mediale Inszenierung von Weiblichkeit durch die extreme Rechte im Wandel der Zeit.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Die Ringvorlesung hat keine ECTS. Die Teilnahme ist auch zu einzelnen Terminen möglich. Weitere Informationen zur Ringvorlesung finden Sie hier.
Diese Website befindet sich aktuell im Aufbau und wird laufend ergänzt.