Vor dem Hintergrund einer weltweit erstarkenden extremen Rechten und dem Bedeutungsgewinn digitaler Plattformen als Resonanzraum für ihre Politiken, widmet sich das Projekt [FraMe] den medialen Vermittlungs- und Adressierungspraktiken extrem rechter Akteur:innen. Wir wollen die Identitäts- und Subjektivierungsangebote, die die extreme Rechte Frauen mithilfe bestimmter Vermittlungs- und Adressierungspraktiken macht, als potenzielle Momente der Ermächtigung und Eröffnung von Handlungsspielraum für Rezipientinnen ernst nehmen.
Anhand von verschiedenen Materialarten und Datentypen möchte [FraMe] erstens länderübergreifend nachzeichnen, dass die den skizzierten Phänomenen inhärente Adressierung von Frauen durch die extreme Rechte über die Zeit (1930er/40er und 2010er/20er) einer spezifischen Logik folgt. Tiefgreifender soll zweitens verdeutlicht werden, dass den Adressierungen – egal in welchem Format und zu welcher Zeit – bestimmte Vermittlungspraktiken inhärent sind.
Kontakt: projekt-frauenbilder@uni-graz.at
Fördergeber: Elisabeth-List-Fellowship-Programm der Universität Graz
Projektlaufzeit: 1.6.2026 bis 31.5.2027
Transdisziplinäre Perspektiven auf die Inszenierungs- und Vermittlungspraktiken von Weiblichkeit in aktuellen und historischen Strömungen der extremen Rechten
Termine: Montags jeweils von 17:00 bis 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: online (Zugang zum Online-Raum über Anmeldung)
- 09.11.2026: Univ.-Prof.in Dorit Geva, PhD. (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien):
The Sovereign‘s Two Bodies: Gender and the Performance of Political Continuity on the Radical Right - 14.12.2026: Liana Popa, M.A. (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien):
„Weiblichkeit“ und Kriegspropaganda: Frauenbilder in nationalsozialistischen Zeitungen der 1940er Jahre - 11.01.2027: Dr.in Christina Wieder (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien) & Mag.a Marie-Noëlle Yazdanpanah (Ludwig Boltzmann Institute for Digital History, Wien):
Inszenierung und Instrumentalisierung: Geschlechterbilder in der visuellen Kultur des Austrofaschismus - 08.02.2027: Dr.in Elisabeth Lechner (Dept. of English and American Studies, Universität Wien):
Mar-A-Lago-Face, “Gute Gene” und “Weiblichkeit als Waffe” – Die Körper- und Schönheitspolitiken der (Extremen) Rechten
Die Teilnahme ist kostenlos und auch zu einzelnen Terminen möglich.
Den Link zur Anmeldung finden Sie hier.
Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen zur Ringvorlesung finden Sie hier.
Termin: 22.02.2027-24.02.2027
Veranstaltungsort: Universität Graz
Extrem rechte Akteur:innen, Bewegungen und Allianzen nutzten und nutzen alte wie neue (Soziale) Medien strategisch zur politischen Artikulation, Organisation und Vergemeinschaftung: In der NS-Zeit war das Radio zentrales Mittel politischer Agitation, während Zeitschriften als Orte dienten, an denen rechte Vorstellungen von Weiblichkeit und Geschlechterordnungen entworfen, ausgehandelt und “national-feministische” Positionen vertreten wurden. Gegenwärtig begegnen uns solche medialen Aushandlungen unter veränderten Bedingungen auf Social-Media-Plattformen, in Podcasts oder Chatgruppen.
Call for Participation: Skizzen für inhaltliche Beiträge können bis zum 15.11.2026 eingereicht werden. Nähere Informationen entnehmen Sie dem Call for Participation.
Das finale Programm wird Ende des Jahres bekannt gegeben. Die reguläre Anmeldung zur Winter School ist dann über diese Seite möglich.
ermin: 24.02.2027-25.02.2027
Veranstaltungsort: Universität Graz
Das Symposium richtet sich sowohl an Wissenschaftler:innen aller Qualifikationsstufen wie auch an Interessierte aus der Praxis (Verein, Schule, Sozialarbeit, Jugendarbeit, etc.), die mehr über die mediale Inszinierung von Frauen bzw. dem Weiblichen – von Zeitschriften und Radio damals bis zu Social Media, Podcasts und Chatgruppen heute – bzw. den Umgang damit erfahren bzw. sich dazu austauschen möchten.
Informationen zum Programm werden im November 2026 bekannt gegeben. Ab dann ist auch die reguläre Anmeldung zum Symposium möglich.
Projektteam:
Dr.in Viola Dombrowski, Dipl.-Päd. (Researcher am Peace Research Institute Frankfurt/Main (PRIF), Deutschland)
Matthias Meyer, B.A. M.A. (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft [IDZ], Jena)
Leonore Negt, B.A. M.A. (Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg)
Viktoria Rösch, B.A. M.A. (Frankfurt University of Applied Sciences)
Nejla Smajic, B.A. (Institut für Erziehungs - und Bildungswissenschaft, Universität Graz)
David Steinwender, M.Sc. (Institut für Erziehungs - und Bildungswissenschaft, Universität Graz)
Univ.-Prof.in Dr.in Maria Stimm (Institut für Erziehungs - und Bildungswissenschaft, Universität Graz)
Antonia Unterholzer, B.A. M.A. (Institut für Erziehungs - und Bildungswissenschaft, Universität Graz)
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